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Dr. Herlind Gundelach Mitglied des Deutschen Bundestages

 

Gut leben heißt gut wohnen

Gut wohnen gehört zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen. Für viele Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ist dieser Aspekt des Lebens eine Selbstverständlichkeit. In Hamburg wird es aber immer schwerer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Auch barrierefreie Angebote gibt es viel zu wenig. All dies hat zur Folge, dass vor allem Familien und ältere Menschen auf immer weniger Raum wohnen oder aus den Innenstadtlagen ziehen müssen.

 

Ich kämpfe für eine nachhaltige Stadtpolitik, die gleichermaßen soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte in den Blick nimmt. Dafür brauchen wir Stadtentwicklungskonzepte, die das gesamte Quartier betrachten und auch unsere Verkehrsprobleme lösen können: Wenn ich in der Nähe meiner Arbeitsstätte eine schöne bezahlbare Wohnung finde, ist mein Arbeitsweg kurz. Wenn wieder mehr Menschen einen kürzeren Arbeitsweg hätten, entstünden weniger Staus. Wir brauchen keine neuen Großsiedlungen! Was wir brauchen, ist eine Aufwertung der Stadtviertel, in denen wir leben und eine räumliche Annäherung von Leben und Arbeit.

 

Ebenso wichtig sind Mehrgenerationenprojekte und mehr Wohnungsbau für Alleinstehende, Studenten und Menschen, die geringfügig zu viel für eine Sozialwohnung verdienen. Denn diese Hamburgerinnen und Hamburger werden allzuoft in Stadtentwicklungskonzepten vergessen. Ebenfalls möchte ich die die Eigentumsbildung bei Familien stärken. Ich setze mich daher für eine ermäßigte Grunderwerbssteuer für Familien ein. So könnten sich mehr Menschen die eigenen vier Wände ermöglichen. Außerdem sollte bei der Grunderwerbssteuer unterschieden werden, ob jemand sich eine Wohnung kauft, um selber darin zu leben oder um sie zu vermieten.

 

Als Senatorin habe ich mich für die Stärkung und Aufwertung von Wilhelmsburg eingesetzt. In diese Richtung sollten wir in Hamburg weiter denken. Es gibt noch immer Gegenden in Hamburg, die bisher sträflich vernachlässigt wurden. In Harburg brauchen wir höherwertigen, attraktiven und dennoch bezahlbaren Wohnraum zur Stärkung und Aufwertung der Sozialstruktur.

 

In Hamburg gibt es so viel Raum für Neues, aber wir ergreifen nicht alle Chancen. Bisher nutzt unsere Stadt beispielsweise ihr Fernwärmenetz nicht richtig, obwohl viele Haushalte dadurch Geld sparen könnten. Das müssen wir ändern!

 

Wichtige Aspekte von heutigen Wohn- und Stadtentwicklungskonzepten sind auch der Klimaschutz und die Einsparung von Energie. Mir ist dabei besonders wichtig, dass wir Klimaschutz sozial verträglich ausgestalten. Als Berichterstatterin für Energieeffizienz im Ausschuss für Wirtschaft und Energie habe ich in dieser Legislaturperiode zahlreiche Vorhaben wie beispielsweise die Weiterentwicklung der KfW-Gebäudesanierungsprogramme oder die Festlegung von Effizienzstandards für die Sanierung und den Neubau von Gebäuden initiiert und betreut. Für mich stand und steht dabei an erster Stellen, dass wir mehr Klimaschutz und eine bessere Energieeffizienz nicht auf Kosten von bezahlbarem Wohnraum erreichen. Dabei setze ich auf Anreize und nicht auf Zwang oder Verbote.

 

Ich halte nichts von starren und zahnlosen Instrumenten wie der Mietpreisbremse. Die  Mitpreisbremse ist viel zu kurz gedacht und hat nichts für mehr bezahlbaren Wohnraum gebracht – außer leere Versprechungen und Bürokratie. Die Mietpreisbremse ist ein gutes Beispiel dafür, dass groß angepriesene Maßnahmen vielleicht im ersten Moment gut klingen, aber auf den zweiten Blick einfach nur eine Worthülse sind. Meine Erfahrung hat mir gezeigt: Es gibt keine einfachen Patentlösungen.

 

Ich bin der Meinung, dass wir einen breiten Mix an Ideen, Instrumenten, Vorgaben, und Förderprogrammen sowie eine bessere Abstimmung von Wohn- und Stadtentwicklungskonzepten mit der Verkehrs- und Energiepolitik brauchen, um die Herausforderungen im Wohn- und Baubereich der nächsten Jahre erfolgreich bewältigen zu können.

 

 

Ich setze mich ein für

  • eine nachhaltige Stadtpolitik, die die Bereiche Wohnen und Mobilität besser miteinander verzahnt, in der Wohnungen für alle bezahlbar sind, die Jung und Alt gleichermaßen in den Blick nimmt und in der Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt.
     
  • die Aufwertung des vorhandenen Lebensraums und die räumliche Annäherung von Leben und Arbeit.
  • Bau- und Sanierungsstandards, die gleichermaßen soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte in den Blick nehmen und ohne Verbote und Zwang auskommen.
     
  • Mehrgenerationenprojekte und Wohnungsbau für Alleinstehende, Studenten und Menschen, die geringfügig zu viel für eine Sozialwohnung verdienen.
     
  • die bessere Förderung der Wohneigentumsbildung mit einer ermäßigten Grunderwerbssteuer für Familien, die sich die eigenen vier Wände ermöglichen wollen.
     
  • die stärkere Nutzung des Fernwärmenetzes sowie die bessere Einbindung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.